Kosten & Honorar

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Wer soll das bezahlen?

In recht­lichen Dingen mehr als eine rhetorische Frage. Denn längst nicht jeder Rechts­streit endet vor Gericht, und nicht in jeder recht­lichen Ange­legen­heit gibt es über­haupt eine gegnerische Partei.

Grund­sätzlich gilt: für eine recht­liche Beratung fallen zunächst nur die Anwalts­kosten an. Kommt es zu einem Prozess, können Ver­fahrens­kosten hinzu­kommen, wie z.B. Gerichts­gebühren oder Kosten für Sach­ver­ständige und Zeugen. Wer diese am Ende zu tragen hat, kann abhängen vom Rechts­gebiet, dem Ver­fahrens­stand und natürlich vom Aus­gang des Prozesses. Gewinnt man z.B. im Zivil­recht das Ver­fahren, muss der Gegner die Kosten tragen. Im Arbeits­recht hin­gegen gilt das nur für die höheren Gerichts­instanzen.

Wir sprechen kosten­aus­lösen­de Maß­nahmen im Vor­feld ab, sofern sich unsere Mandant­schaft nicht bereits deutlich zu ihren weite­ren Ab­sichten erklärt hat. So können wir im Interesse unserer Mandan­ten Kosten und Risiken gering halten.

Für gewöhnlich hat man Be­ratungs­kosten selbst zu tragen, es sei denn, man ver­fügt über eine ent­sprechen­de Rechts­schutz­ver­sicherung. Auch Be­ratungs­hilfe kommt in Betracht, in welchem Fall der Staat die Kosten fast zur Gänze über­nimmt. Sollte es zu einem Gerichts­ver­fahren kom­men, besteht ferner die Möglich­keit, Prozess­kosten­hilfe zu be­an­tragen oder Prozess­finanzie­rung zu erwägen.

Erst­beratung

Vertrauens­sache

Die Erst­be­ratung bildet eine wichtige Ver­trauens­basis für die zu­künfti­ge Zu­sam­men­ar­beit. Sie bietet uns und un­seren Mandan­ten Ge­legen­heit, einan­der ken­nen­zu­lernen. In der Regel kommt unsere Mandant­schaft zu uns, doch wenn dies ein­mal nicht möglich sein sollte, kom­men wir auch zu Ihnen.

Grund­sätz­liche Fragen be­stim­men den ersten Ter­min. Eine erste Ein­schätzung der Rechts­lage er­folgt. Sind weitere Fragen ab­zu­klären? Wie ist zur Wahrung der eigenen In­teres­sen weiter vor­zu­gehen? Auch die münd­liche Erst­be­ra­tung ist für den An­walt mit Zeit und Auf­wand ver­bun­den und aus diesem Grund kosten­pflichtig. Besteht weder eine Rechts­schutz­ver­sicherung noch An­spruch auf Be­ratungs­hilfe, be­rech­nen wir eine pauscha­le Ge­bühr von 49€ incl. MwSt, die direkt bar zu ent­richten ist.

Vergütung

Rechts­anwalts­vergütungs­gesetz (RVG)

Wir rechnen unsere Mandate sowohl nach dem Rechts­anwalts­ver­gütungs­gesetz als auch nach individuellen Honorar­verein­barungen ab.

Gemäß den gesetz­lichen Regelungen im Rechts­anwalts­ver­gütungs­gesetz werden die Anwalts­gebühren nach ver­schiedenen Kriterien gestaffelt. Es wird zwischen den Gebühren für Gerichts­verfahren, außer­gericht­licher Tätigkeit und Beratung unter­schieden. Je nach der Höhe des Streit­wertes oder dem Umfang der anwalt­lichen Tätigkeit ergeben sich die Kosten. Je höher der Gegen­stands­wert, um so höher die Anwalts­gebühren, was im Gegen­zug natürlich bedeutet: bei kleineren Werten sind auch die Kosten nicht so hoch.

Honorar­vereinbarungen

Wir bieten unseren Mandanten auch die Ver­ein­barung von Stunden­hono­raren oder in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len von Er­folgs­hono­raren an. Bei einem Er­folgs­hono­rar gelten zwar höhere Ge­bühren, doch sind diese nur im Er­folgs­fal­le zu zahlen. Geht der Rechts­streit zu Un­gunsten der Mandant­schaft aus, zahlt diese ledig­lich den zuvor fest­ge­leg­ten Mindest­betrag.

Kosten­übernahme

Rechts­schutz

Mit einer Rechts­schutz­ver­sicherung fällt juristisch vieles leichter, voraus­ge­setzt die eigene An­ge­le­gen­heit fällt un­ter den je­weili­gen Ver­sicherungs­schutz.

So können ver­schiede­ne Ein­schränkungen gel­ten. Bei­spiels­weise über­nehmen Rechts­schutz­ver­sicherungen im Familien­recht ge­wöhn­lich nur die Kosten einer Be­ratung. Im Sozial­recht werden oft­mals ledig­lich solche An­walts­kosten über­nom­men, die im Rahmen eines Ge­richts­ver­fahrens ent­stehen.

Wir über­nehmen für Sie gern die Ab­klärung mit Ihrer Ver­sicherung.

Beratungs- und Prozess­kosten­hilfe

Wer sich die Beratung durch einen Rechts­anwalt nicht leisten kann, dem steht unter Um­ständen Be­ratungs­hilfe zu. Es gilt das Be­ratungs­hilfe­gesetz (BerHG), das Rechts­suchen­den, die für ihre Rechts­an­walts­kosten nicht selber auf­kom­men kön­nen, unter be­stimm­ten Voraus­setzungen diese Sozial­leistung zu­spricht.

Be­ratungs­hil­fe kann beim zu­ständi­gen Amts­gericht be­an­tragt werden - auch mündlich. Die Zu­ständig­keit er­gibt sich durch den eigenen Wohn­ort. In unserem Service­be­reich fin­den Sie sowohl den ent­sprechen­den An­trag als PDF-Datei als auch Links zur Be­stim­mung der zu­ständi­gen Gerichte.

Prozess­kosten­hilfe (PKH) kann bei dem Gericht be­antragt werden, bei dem der Prozess geführt werden soll. Dabei werden für die Ge­währung von PKH neben den wirt­schaft­lichen Vor­aus­setzungen auch grund­sätz­liche Erfolgs­aus­sichten des Pro­zes­ses ge­prüft. Die Zahlung von Prozess­kosten­hilfe kann ganz oder teil­weise be­schieden werden, so dass evtl. Raten­zahlungen zu leisten sind. Da die gegne­rischen An­walts­kosten nicht von der PKH um­fasst sind, ver­bleibt den­noch im Falle des Un­ter­lie­gens ein fi­nanziel­les Risiko.